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Ein erstes Kunststoffmaterial für Brillenfassungen war Zelluloid. Rohstoff ist Baumwolle, allerdings hat das Material entscheidende Nachteile: zum einen löst es sich auf, sobald sich der Weichmacher aus dem Material verflüchtigt; zum anderen ist Zelluloid extrem leicht entzündlich - allein aus diesem Grund ein Horror für Augenoptiker, denn zum Einsetzen der Gläser muß die Fassung erwärmt werden, damit sie sich dehnt und das geschliffene Brillenglas aufnehmen kann.
Heute auf dem Markt sind Polypoprionat- (i.a. Spritzgußherstellung) und Zelluloseacetatgestelle (Fassungen werden aus Platten gefräst); wobei letztere zu den höherwertigen Brillenfassungen gehören. Hier können durch die geschickte Kombination mehrerer Platten interessante Farbeffekte erzielt werden, während bei gespritzten Fassungen die Farbe nachträglich aufgebracht werden muß.
Moderne Materialien wie z.B. SPX von der Firma Silhouette weisen eine erhöhte Belastbarkeit auf, so daß aus diesem Material sehr feine, elegante Fassungen hergestellt werden können.
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