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Einstärkengläser sind Brillengläser, die über den ganzen Glasbereich nur eine einzige Wirkung besitzten. Diese Gläser sind daher auch nur für eine einzige Sehaufgabe geeignet: für die Ferne, für die Nähe oder für eine ganz bestimmte Sehentfernung, z.B. am Bildschirmarbeitsplatz.
Einstärkenbrillengläser kann man - je nach ihrer Durchbiegung - in verschiedene Kategorien unterteilen:
1. Meniskengläser, die am kostengünstigsten hergestellt werden können, da eine Fläche (Vorder- oder Rückfläche) bei allen Gläsern die gleiche Krümmung aufweist; erst in Kombination mit der zweiten Fläche ergibt sich die Gesamtwirkung. Dadurch können viele Rohlinge vorproduziert werden, bei denen eine Fläche schon fertig geschliffen ist. Allerdings können durch dieses Herstellungsprinzip Abbildungsfehler entstehen, da nicht immer die optimale Kombination der Krümmungen von Vorder- und Rückfläche des Brillenglases getroffen wird.
2. Punktuell abbildende Gläser, die verbesserte Abbildungseigenschaften (Verminderung von Unschärfen hervorrufenden Abbildungsfehlern) aufweisen, da hier für jede Stärke des Brillenglases eine eigene Kombination von Vorder- und Rückfläche ausgewählt wird. Hier verfolgen verschiedene Hersteller eigene Konzepte, so daß man dann auch von "Markengläsern" spricht.
3. Asphärische Gläser, die die besten Abbildungseigenschaften aufweisen. Bei diesen Gläsern ist die Krümmung der Flächen nicht konstant, sondern nimmt vom Zentrum zum Rand hin ab. Durch diese Abflachung werden die Gläser außerdem schlanker und dünner, so daß auch ein kosmetischer Vorteil zu beobachten ist. Die verbesserten Abbildungseigenschaften kommen allerdings nur bei einer sorgfältigen Zentrierung der Gläser zum Tragen; Fehler bei der Zentrierung machen sich stärker störend bemerkbar als bei anderen Gläsern. Hier sind heute auch individuell optimierte Brillengläser möglich, bei denen in die Glasberechnung und -fertigung individuelle Parameter des Brillenträgers einfließen, um eine in jedem Einzelfall bestmögliche Abbildungsqualität zu erzeugen.
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