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Funktionsprinzip: Lupe   Lupen mit Beleuchtung   Fernrohrlupen   Vergrösserung   Elektronische Hilfen  

Lupen

Das Funktionsprinzip

Lupen sind optische Linsen mit sammelnder Wirkung. Die Stärke dieser Linsen beträgt zwischen 2,0 dpt und ca. 40-50 dpt. Bei der Verwendung einer Lupe wird das Objekt durch die Lupe abgebildet, wobei das Bild dann aus Sicht des Benutzers vergrößert erscheint. Dabei muß sich das Objekt innerhalb der einfachen Brennweite der Lupe befinden; das für den Benutzer sichtbare Bild des Objekts befindet sich ein einer größeren Entfernung als das Objekt selber. Dadurch kann es zu gewissen Gewöhnungsschwierigkeiten kommen, da plötzlich die gewohnten Entfernungseinschätzungen nicht mehr funktionieren.

Man unterscheidet Lupen aus einer Linse und solchen, die aus mehreren, hintereinander angeordneten Linse bestehen.

Bei letzteren wiederum kann es sich um zwei Sammellinsen (Erhöhung der Gesamtbrechkraft) oder um eine Sammel- und eine Zerstreuungslinse (Vergrößerung des freien Arbeitsabstands) handeln.

Cartoon_Handlupe

Faserlupe02

Eine Ausnahme bildet im Bereich der Lupen die Glasfaser-Optik TV 2,1 (auch: Faseroptik oder Glasfaserlupe), die ohne optische Linsen auskommt. Sie gehört zu den Hellfeld-Aufsetzlupen, d.h. sie wird mit der Grundfläche auf eine ebene Vorlage aufgesetzt und liefert dann ein vergrößertes Bild (ähnlich einer Visolettlupe).

Vorteil dieser Faseroptik ist, daß sie bei einem Abbildungsmaßstab von 2,1 an ihrer ebenen Oberfläche ein absolut verzeichnungsfreies, mitläufiges, reelles Bild erzeugt. Bei einer bequemen Nutzerentfernung von 35 cm entspricht dies dem virtuellen Bild einer 4-fachen herkömmlichen Lupe.

Die Glasfaserlupe hat das Aussehen eines abgestumpften Kegels, der auf seine Spitze gestellt wird. Mit bloßem Auge sind ca. 1800 sechseckige, wabenförmige Bildleiterbündel zu erkennen, von denen jedes wiederum aus einer Vielzahl (ca. 80) kleinerer Glasfaserbündel besteht. Diese Fasern verstärken sich nach oben nahezu konisch auf den 2,1-fachen Grundquerschnitt, wodurch sich der Abbildungsmaßstab ergibt. Außerdem bewirkt diese "Verjüngung" der Glasfibern nach unten auch eine 2,1-facher Aufhellung des Leseguts. Die Vergrößerung läßt sich durch die Kombination mit einer Lupenbrille noch einmal steigern.

Leider wird diese faszinierende Lupe zur Zeit aufgrund des hohen Aufwands und der damit verbundenen hohen Kosten nicht mehr produziert.

Bilder: Ripken

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