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Die Gasdurchlässigkeit ist ein entscheidendes Kriterium für die dauerhafte Verträglichkeit einer Kontaktlinse. Da die Sauerstoffversorgung der Hornhaut ausschließlich von außen über die Luft bzw. bei geschlossenem Auge über die Lidbindehaut erfolgt (deshalb: Kontaktlinsen niemals während des Schlafs tragen!), sollte eine Kontaktlinse diesen Sauerstofftransport möglichst wenig behindern. Eine eingeschränkte Sauerstoffversorgung führt z.B. zu einer Quellung der Hornhaut, damit verbunden zu einem schlechteren Sehen; sie kann die Stabilität und Regenerationsfähigkeit der Hornhaut vermindern; und bei dauerhaftem Sauerstoffmangel ist ein Einwachsen von Blutgefäßen in die Hornaut möglich, da der Körper auf diese Weise versucht, den Sauerstoffmangel zu beseitigen.
Die Sauerstoffdurchlässigkeit eines Kontaktlinsenmaterials drückt sich im sogenannten Dk-Wert aus: je höher dieser ist, desto mehr Sauerstoff kann durch das Material gelangen.
Bei formstabilen Kontaktlinsen liegt dieser Wert je nach Material zwischen 18 und 210. Er wird dabei vom Silizium-Anteil im Material gesteuert.
Bei herkömmlichen weichen Kontaktlinsen ist der Dk-Wert abhängig vom Wassergehalt der Linse. Je höher der Wassergehalt, desto höher ist der Dk-Wert. Er liegt in Bereichen zwischen 9 und 30 und damit prinzipiell meistens niedriger als bei harten Kontaktlinsen.
Allerdings ist es in letzter Zeit gelungen, Materialien zu entwickeln, die wie eine weiche Kontaktlinse Wasser enthalten, aber auch aufgrund eines Silizium-Zusatzes einen höheren Sauerstofftransport ermöglichen (sogenannte “Silikon-Hydrogele”). Diese Linsen sind sogar von den zuständigen Stellen für ein ganztägiges Kontaktlinsentragen auch über Nacht zugelassen (max. 30 Tage und 29 Nächte "am Stück" nach einer sorgfältigen Anpassung).
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