|
Durch die Kontaktlinsengeometrie wird dieGestalt einer Kontaktlinse beschrieben. Entscheidend für den Sitz und die Beweglichkeit einer Kontaktlinse sind die Krümmung der dem Auge zugewandten Rückfläche, der Krümmungsverlauf der Rückfläche zum Rand hin sowie die Randgestaltung selbst. Die Rückfläche sollte der Gestalt der Hornhaut so nahe wie möglich kommen, damit die Linse großflächig und gleichmäßig aufliegt, sich sicher auf dem Auge zentriert und trotzdem eine ausreichende Beweglichkeit aufweist. Da die Hornhaut in den meisten Fällen nach außen hin abflacht, muß auch die Kontaktlinse ihren Krümmungsradius in der Peripherie vergrößern. Bei mehrkurvigen Kontaktlinsen geschieht das in mehreren Abstufungen (i.a. zwei oder drei); bei asphärischen Kontaktlinsen hingegen kontinuierlich, wobei meistens die Rückfläche im Querschnitt den Kurvenverlauf eines Kegelschnitts zeigt (i.a. einer Ellipse); bei manchen Herstellern sind aber auch noch komplexere Formen üblich.
Der Rand der Kontaktlinse sollte so geformt sein, daß ein leichter Abstand zur Hornhaut erkennbar bleibt, damit die Kontaktlinse ähnlich wie eine Skispitze auf der Hornhaut und dem Tränenfilm gleiten kann (bei formstabilen Kontaktlinsen). Allerdings darf dieser "Skispitzeneffekt" nicht zu stark ausgeprägt sein, damit der Tragekomfort infolge der Berührung der Kontaktlinse mit den Lidrändern nicht zu stark eingeschränkt wird.
Die Vorderfläche schließlich dient dazu, zusammen mit der Rückfläche der KL und der Vorderfläche der Hornhaut (an jeder dieser drei Flächen findet eine Lichtbrechung statt) die gewünschte optische Korrektionswirkung zu erzielen.
Die Bestimmung der notwendigen Parameter findet im Rahmen der Kontaktlinsenanpassung statt, wo zunächst die Hornhaut mit einem computergestützten Meßsystem (Video-Keratometer, Keratograph) großflächig erfaßt und im Computer nachgebildet wird, verschiedene Kontaktlinsen simuliert werden und anschließend die optimierte Kontaktlinse noch einmal im Trageversuch "live" beurteilt wird.
|