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Harte bzw. formstabile Kontaktlinsen wurden zuerst aus Glas, später dann aus Plexiglas (PMMA) gefertigt. Diese ersten Linsen waren im Durchmesser so groß, daß sie die Hornhaut des Auges vollständig bedeckten und sich auf der Sklera, der Bindehaut, abstützten.
Diese sogenannten Sklerallinsen werden heute praktisch nicht mehr, allenfalls in Ausnahmefällen angewendet.
Auch die beiden oben genannten Materialien sind aus heutiger Sicht als Kontaktlinsenmaterial ungeeignet, da sie (im Falle von Glas) ein zu hohes Verletzungsrisiko bei beschädigter Linse bergen und zum anderen beide keinerlei Gasdurchlässigkeit aufweisen.
Aus diesem Grund sind moderne formstabile Kontaktlinsen heute ausschließlich aus gasdurchlässigem Kunststoff gefertigt.
Diese Kontaktlinsen haben i.a. einen Durchmesser von ca. 9.5 bis 10,0 mm und sind - je nach Stärke - ca. 0,8 mm dick.
Es ist eine große Anzahl verschiedener Materialien auf dem Markt, die sich hinsichtlich Gasdurchlässigkeit, Benetzbarkeit, Bruchfestigkeit und auch Gewicht unterscheiden, so daß entsprechend der individuellen Gegebenheiten und Ansprüchen des Trägers eine ganz persönliche Auswahl getroffen werden kann.
Ebenso können bei harten Kontaktlinsen fast beliebige Geometrien hergestellt werden, um die Kontaktlinse möglichst gleichmäßig dem jeweiligen Auge anzupassen.
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