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Der Wassergehalt einer weichen Kontaktlinse ist entscheidend für die Sauerstoffdurchlässigkeit des Materials. Je höher der Wassergehalt ist, desto höher ist die Sauerstoffdurchlässigkeit. Das heißt aber auch: sinkt der Wassergehalt während des Tragens, sinkt auch die Sauerstoffdurchlässigkeit. Deshalb sind Umgebungen mit sehr trockener Luft (klimatisierte Räume) sehr ungünstig für Weichlinsenträger.
Deshalb ist auch nicht allein das reine Wasseraufnahmevermögen der Kontaktlinse wichtig, sondern auch das Wasserbindungsvermögen. Hier hat sich in letzter Zeit einiges getan; es ist gelungen, Materialien zu entwickeln, die das Wasser schneller aufnehmen und schwerer wieder abgeben als herkömmliche Kontaktlinsen, wodurch wiederum die Verträglichkeit als auch die Versorgung des Auges mit Sauerstoff verbessert werden. Diese Kontaktlinsen mit ihrem "Wasserdepot" sind daher auch besonders für ungünstige Tragebedingungen sowie für Menschen mit tendentiell "trockeneren" Augen geeignet.
Darüberhinaus ist es gelungen, die Sauerstoffdurchlässigkeit nicht allein an den Wassergehalt zu koppeln, sondern das Grundmaterial ebenfalls gasdurchlässig zu gestalten (wie bei formstabilen Kontaktlinsen). Diese Linsen vereinen dann den Tragekomfort weicher Linsen mit den positiven Materialeigenschaften formstabiler Linsen. Sie sind z.T. auch als Dauertragelinsen geeignet.
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