Sehhilfen für Hobby und Beruf müssen i.a. folgende Anforderung erfüllen:
es muß eine ausreichende Vergrößerung erzielt werden, damit bestimmte Details erkannt werden können
es muß ein ausreichend großer freier Arbeitsabstand erreicht werden, damit man bequem zwischen System und Objekt arbeiten kann
die Sehhilfe muß so befestig werden, daß beide Hände zum Arbeiten frei bleiben.
Daher bieten sich folgende Lösungen an:
1. Lupen
Lupen sind i.a. nur bis zu einer Vergrößerung von ca. 2-3x sinnvoll einsetzbar, da andernfalls der freie Arbeitsabstand zu gering würde, so daß kein Arbeiten unter der Lupe mehr möglich ist.
Zum Arbeiten in Frage kommen Handarbeitslupen, die um den Hals gehängt werden und sich auf der Brust abstützen, so daß die Lupe waagerecht liegt und man darunter dann arbeiten kann.
Zusätzliche Bewegungsfreiheit bieten Tischlupen, die wie eine Schreibtischlampe am Tisch befestigt werden können und meistens auch über eine eingebaute Beleuchtung verfügen. Abzuraten ist dabei allerdings von Lupen mit Glühlampen als Beleuchtung, da hierbei reichlich Wärme entsteht, die unter Umständen das Arbeiten unter der Lupe stark behindert. Besser sind Lupen mit Leuchtstoffröhren, die wesentlich weniger Wärme entwickeln und außerdem in verschiedenen Farbtemperaturen erhältlich sind.
2. Kopflupen
Kopflupen sind Lupen, die mittels eines Kopfriemens oder einer Klemmvorrichtung direkt am Kopf oder an einer Brille befestigt werden. Dadurch bleiben zwar auch beide Hände frei, aber die erreichbaren Vergrößerungen gehen (s.o.) nicht über 2-3x hinaus.
3. Fernrohrlupensystem
Bei Fernrohrlupen werden kleine Fernrohre vor einem oder beiden Augen befestigt, die auf eine bestimmte Arbeitsentfernung eingestellt werden. Dabei sind - je nach Konstruktionsprinzip - auch höhere Vergrößerungen möglich. Oft ist die Befestigung sehr flexibel gestaltet, so daß die Systeme ohne Probleme auch bei Nichtgebrauch aus dem Blickfeld geschwenkt werden können. Auch kann bei manchen Systemen eine zusätzliche Beleuchtungseinrichtung integriert werden.
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